Q: Was sagt der Reenactor? A: Mach ich im Winter.

Das Jahr geht zu Ende, der Advent liegt hinter uns, die Weihnachtsfeiertage sind vorbei (Nicht die Weihnachtszeit, die geht noch bis Anfang Februar, nur um auch mal kleinlich zu sein) und angeblich hat man jetzt Zeit für all das, was in der Saison liegenbleibt. Endlich können Zelte geflickt und Stangen repariert werden. Kleidung wird ausgebessert und das Kettenhemd wird von Löchern… okay… das Kettenhemd bleibt weiter eine Sammlung lose verbundener Löcher.

Und zwischen Sternsingeraktion und Saisonbeginn will ich da natürlich nicht nachstehen und mich mal wieder an das Redesign diverser Webseiten. Nachdem letztes Mal der Zeugenberg komplett umgeschubbst und in ein neues Softwaresystem gezwängt wurde, sind dieses Mal alle Seiten auf einmal dran. Der Blog hat diese Woche zwar schon sein neues Skin erhalten, doch da soll nicht gestoppt werden. Mittlerweile tummeln sich so viele Kanäle, Plattformen und Netze im Internet und in viel zu vielen tummel ich mich gleich mit, dass hier mal etwas Ordnung geschaffen werden muss, die anerkannten Fachleute (Also die, deren Blogs und Bücher ich und viele andere lesen und sie dadurch zu anerkannten Fachleuten machen) sprechen dabei von hehren Dingen wie Branding und Identity. Ich bleibe einfach bei „Ordnung schaffen“ und „Wiedererkennung gewährleisten“, bis mir jemand mit Ahnung gesagt hat, dass ich die Fachbegriffe richtig anwenden kann.

Ein Schritt auf dem Weg: Einheitliche Logos. Das Blog hat schon etwas unmotiviert eine erste Vorahnung des zukünftigen Logos. Noch etwas verpixelt und zu klein, aber der Winter ist ja noch lang.

Aber es gehört noch viel mehr dazu… wo kommt eigentlich welcher Inhalt hin? Werbung für Fotoalben machen ist ja nett und wenn ich ein Wochenende unterwegs war werdet ihr das auch weiterhin auf jedem möglichen Kanal erfahren [müssen], aber was ist mit Links, Videos, persönlichen Statusupdates, Meinungsäußerungen, virtuellen Gesprächen, frecher Werbung etc.? Da heißt es: Die Plattformen aufräumen und erstmal schauen, wer wohin postet (Offensichtlich landet jeder meiner Tweets in einem sog. „Buschfunk“ im VZ. Ja, woher soll ich denn das wissen??).

Und wann wird was geschrieben? Und wie oft? Und wenn eh keiner kommentiert: Warum eigentlich?

Wie dem auch sei: Wenn es was zu sehen gibt, melde ich mich. Und so lange muss der Schnee halt liegen bleiben :)

Bonus:

WordPress hat es endlich geschafft! Nachdem er zwar Monate lang mein Passwort gespeichert hat, wurde aufgrund eines übermotivierten Javascripts der Benutzername automatisch aus dem Feld entfernt und ein Cursor blinkte mich freundlich an. Jetzt sind endlich beide Felder mit den gespeicherten Zugangsdaten gefüllt. Life is good.

Und natürlich:

Einen guten Rutsch und ein erfolgreiches Jahr 2011.

Weihnachten, Silvester. Dinge, die man halt so sagt.

Nachträglich ein frohes Fest gehabt zu haben und einen guten Rutsch ins neue Jahr :)

Weihnachten_Zeugenberg_2010

[24 Days] – 24. Türchen – My precious #LEGO

Der Zeugenberg im Mittelalter-Webmagazin Praeco Medii Aevi

Seit dem zweiten Weihnachtsfeiertag steht die vierte Ausgabe des Mittelalter-Webmagazins Praeco Medii Aevi zur Verfügung, wie immer vollen Buch- und Musikrezensionen und kurzer, lesenwerter Artikel rund um das Mittelalter. Auf Seite 7 ist eine Vorstellung meiner kleinen Seite… war ganz schön komisch, über sich selbst in der dritten Persion zu schreiben. Das königliche „Wir“ ist man ja gewohnt, aber dritte Person Singular? Puh.

praeco medii aevi Webseite

9 Dinge, die du bei deiner Online-Bewerbung um einen Ausbildungsplatz beachten solltest. Teil 2 von 3

Einleitung

Letztlich war ich wieder mit einigen Bewerbungen junger Leute konfrontiert, welche die eine oder andere Schwäche aufwiesen. Ein Teil dieser Schwächen hat sicher etwas damit zu tun, das viele junge Leute heute das Schreiben von Bewerbungen von Lehrern beigebracht bekommen, deren Ausbildung 20 Jahre vor der flächendeckenden Einführung des Internets beendet wurde. Andere Gründe sind vielleicht Unsicherheit im Umgang mit dem Medium E-Mail, allgemeine Rechtschreibschwächen oder die Hektik des Alltags und dem Aussenden von Massenbewerbungen. Was ankommt ist ein Gefühl, dass es dem Bewerber dann wohl doch nicht so wichtig gewesen sein kann.

Hier neun Punkte, die man beachten sollte, um bei 40 Bewerbungen nicht schon wegen Äußerlichkeiten einen schlechten Start zu haben. Damit sind keine Tipps zum Schreiben einer Bewerbung gemeint und auch keine Floskeln und Standardformulierungen, die man auf dreißig anderen Seiten googlen kann, sondern eine Reihe von Vorgehensweisen und mehr oder weniger offensichttps://zeugenberg.wordpress.com/wp-admin/post.php?post=4438&action=edithtlichen Punkten, die häufig missachtet werden.

Disclaimer: Diese Punkte geben mein eigenes Empfinden wieder. Sie sind weder allein (und zum Teil gar nicht) für die Auswahl der Bewerbungen in der Firma, für die ich arbeite, ausschlaggebend, noch müssen sie für jeden Personalentscheider Deutschlands genauso gelten. Manch einer sieht einen oder mehrere Punkte vielleicht sogar genau andersherum und ich würde mich freuen, entsprechendes Feedback in den Kommentaren oder per Mail zu bekommen. Außerdem gehe ich von Bewerbern für bürolastige, technische Stellen aus. Für kreative oder handwerkliche Berufe mag manches ganz anders aussehen.

Die volle Liste besteht aus den Punkten

  • Rechtschreibung
  • Offline-Bewerbungen
  • Online-Bewerbungen
  • Firmennamen und Ansprechpartner
  • Die Anhänge
  • Das Deckblatt
  • Das Foto
  • Das Anschreiben
  • Deine Zertifikate

Hier der zweite von drei Teilen.

Firmennamen und Ansprechpartner

Noch so ein eigentlich offensichtlicher Punkte: Schreib den Namen und die Gesellschaftsform der Firma, bei der du dich bewirbst, richtig in den Kopf und den Text des Anschreibens. Den meisten Entscheidern ist es wahrscheinlich egal, ob du den groß/klein geschachtelten Firmennamen ihres New Economy Unternehmens richtig hinbekommst (Mitarbeiter von Firmen, die etwa VoiláELECTRO-nics heißen, sind Falschschreibweisen wahrscheinlich tagtäglich gewöhnt), trotzdem ist es schön, ihn richtig zu lesen. Die Webseite des Unternehmens ist für eine Überprüfung der Schreibweise übrigens der bessere Ort, als die Ausschreibung selber oder gar die Suchmaschine der Jobbörse; Die Sachbearbeiter dieser Plattformen haben häufig andere Dinge im Kopf, als die richtige Schreibweise der Firmierungen ihrer Kunden. Auf jeden Fall sollten die Buchstaben an den richtigen Stellen stehen. Ein Fehler schon im Firmennamen ist ganz schlecht.

Wenn ein direkter Ansprechpartner angegeben ist, sprich ihn direkt an. Dies gilt genau solange, wie du dir sicher bist, welches Geschlecht der AP hat. In einem vereinten Europa und einer globalisierten Welt kommt es manchmal zu Verwirrung, ob es ein sehr geehrter Herr oder eine sehr geehrte Dame ist, die man da anspricht. Dann hilft entweder Google oder das gute, alte „Sehr geehrte Damen und Herren“.

Die Anhänge

Es ist offensichtlich ungeklärt, ob man die Dokumente, die zu einer Bewerbung gehören, lose an eine Mail hängt oder sie in ein ZIP/RAR-Archiv zusammen packt und anhängt. Moderne Mailprogramme lassen ein Speichern aller Anhänge auf einmal zu, so dass einzelne Dokumente nicht weiter stören sollten. Für alle Empfänger mit älteren Clients ist ein ZIP aber sicher einfacher zu verarbeiten, die neueren Betriebssysteme können dieses Format erstellen und öffnen.

Es ist ein Einfaches für dich, deine Unterlagen in die Reihenfolge zu bringen, in der sie auch in einer schriftlichen Bewerbung wären: Gib ihnen ordentliche Dateinamen. Sehr schlecht ist die Übernahme der Dateinamen, die deine Digitalkamera oder Scanprogramm den Dateien gibt. Mit „DSC0236432.jpg“ und „Scan0003.pdf“ kann niemand etwas anfangen und es zeugt nicht von Sorgfältigkeit und Aufmerksamkeit eines Bewerbers, so etwas zugeschickt zu bekommen. Schon etwas besser sind sprechende Namen: Anschreiben.pdf, Praktikumsbescheinigung.pdf, Zertifikat.pdf, Zeugnis.pdf. Das führt allerdings dazu, dass sie alphabetisch genauso in der Mail oder im ZIP-Archiv liegen. Und wer muss sie sich dann zurecht ordnen? Du würdest keine schriftliche Bewerbung in loser Reihenfolge abschicken, also ordne auch die Anhänge deiner Mail und lass den Empfänger wissen, was er wann öffnen muss, beispielsweise so:

  • 01 – Anschreiben – Firmenname – Dein Name.pdf
  • 02 – Lebenslauf – Dein Name.pdf
  • 03 – Zeugnis – Dein Name.pdf
  • (… mehr durchnummerierte Zeugnisse)
  • 04 – Praktikumszeugnis – Firma – Dein Name.pdf
  • 05 – Zertifikat – Titel/Abschluss/Auszeichnung – Dein Name.pdf

Als Format erhalte ich häufig Word-Dateien, manchmal PDF, sehr selten RTF. All diese Formate kannst du mit Microsoft Office Word oder der Gratissoftware OpenOffice erstellen. Mit PDFs solltest du immer auf der sicheren Seite sein.

Das Deckblatt

Egal, was du tust: ob dein Foto auf dem Deckblatt unterbringst oder nicht. Oder ob du deine vollständigen Adressdaten drauf schreibst oder nur „Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als XY“: Keep it simple. Niemand braucht 3D-Schriftarten, bunte Ränder oder künstlerisch anspruchsvolle Linien auf dem Deckblatt. Man blättert es um und liest die Bewerbung. Schreibe deine Adress-und Kontaktdaten mit drauf und es wird seine Aufgabe erledigen.

Bonus: Du in Social Networks

Horrorgeschichten gehen rum, dass jedes Foto von dir, das dich mit einer Bierflasche in der Hand zeigt, deine Karriere zerstören wird. Und tatsächlich kann ein zu auffälliges Onlineprofil natürlich negativ in eine Bewerberbewertung eingehen. Eine offensichtlich zur Schau getragene extreme politische Meinung oder wöchentlich ein neues Fotoalbum von einer Koma-Sauf-Party würde dir auch bei deinen Großeltern kein Lob bringen. Arbeitgeber müssen sich heute nicht, wie es manchmal durch die Medien geht, in soziale Netzwerke „einschleichen“, die meisten sind schon da und nutzen sie sowieso, für private und für dienstliche Zwecke. Achte darauf, welche Informationen von dir für nicht angemeldete Benutzer und „Nicht-Freunde“ sichtbar sind. Und achte darauf, wer dein Profil besucht.

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Lies auch den ersten Teil der Serie unter 9 Dinge, die du bei deiner Online-Bewerbung um einen Ausbildungsplatz beachten solltest. Teil 1 von 3.

Verpasse nicht den dritten Teil der Serie am 3. Januar.

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